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Liga-Kontext, Team-Tiefen aus den Originalquellen, unsere Modellrechnung und die Markt-Diagnose, transparent inklusive unserer Trefferbilanz.
Wir prognostizieren Fußballspiele mit mathematischen Methoden und recherchieren dafür bis in die Lokalpresse der Originalsprache. Wenn Ihr wissen wollt, wie die Chancen für Euer Team stehen oder wenn Ihr an Details interessiert seid, die andere übersehen haben, dann bietet 11Metrik Antworten. Wir nutzen kalibrierte Wahrscheinlichkeitsmodelle, füttern sie mit eigens erhobenen Daten und pflegen ehrliche Fehlerkultur mit transparenter Prognose-Bilanz.
Als Abonnent kannst du der Redaktion anstehende Fußball-Begegnungen vorschlagen, die wir analysieren und prognostizieren sollen. Je entlegener die Liga, desto lieber.
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Wie kann man den Fußball überhaupt vorhersagen? Was gibt es schon groß vorherzusagen, wenn der Tabellenerste gegen den Letzten spielt? Welche Daten benötigt man für eine Vorhersage? Hängt nicht ohnehin alles von der Tagesform der einzelnen SpielerInnen ab? Und kippt nicht die ganze Vorhersage, wenn sich beim Aufwärmen kurz vorm Spiel die Stammtorhüterin verletzt oder wenn der Trainer eine schlechte Ansprache hält? Und wozu soll eine Spielprognose überhaupt nützlich sein?
Die Antworten auf diese Fragen sind erstaunlich. Gute Prognose-Modelle erlauben interessante Einblicke, die nicht nur für Fußball-Analysten, sondern auch für TrainerInnen, SpielerInnen, und natürlich für begeisterte Fans wertvolle Information und Vorhersagekraft bereitstellen.
Eine der grundlegenden Ideen für die Spielvorhersage stammt gar nicht aus dem Fußball, sondern aus dem Schach. Der Physiker Árpád Élő, 1903 in einem ungarischen Dorf geboren, wanderte als Kind mit seinen Eltern nach Amerika aus und lehrte später jahrzehntelang Physik an der Marquette University of Milwaukee. Nebenbei war er ein gefürchteter Turnierspieler, achtmal Schachmeister des Bundesstaats Wisconsin, und einer, der seine Teleskoplinsen zum Sternegucken selbst schliff. Elo war also offensichtlich ein Mann, der gern präzise maß. Irgendwann fragte er sich, ob man die Stärke eines Schachspielers nicht genauso messen könnte wie eine physikalische Größe.
Seine Antwort war verblüffend einfach. Er entwickelte ein System, in dem jedem Spieler eine Zahl zugeordnet wird, die dessen Stärke bezifferte. Der Vergleich dieser Zahlen, heute nennen wir sie den Elo Score, vor jeder Partie ergibt dann eine Erwartung dafür, wer gewinnen dürfte. Je größer der Unterschied der Elo Scores ist, desto klarer die Rollenverteilung nach Favorit und Außenseiter. Nach der Partie werden dann beide Zahlen nach einer bestimmten Formel genau so weit korrigiert, wie das Ergebnis die Erwartung überrascht hat. Der amerikanische Schachverband führte Elos System 1960 ein, der Weltverband FIDE folgte 1970, und 1978 schrieb Elo dazu das Standardwerk „The Rating of Chessplayers, Past and Present“. Als er 1992 starb, war seine Zahl längst die weltweit etablierte Metrik zur Vermessung und Prognose des Turnierschachs.
In den Fußball kam die Idee 1997, als Bob Runyan das Verfahren für Nationalmannschaften erweiterte mit Zutaten, die Schach nicht braucht, etwa Tordifferenz und Heimvorteil. Heute ist der Elo Score aus dem Fußball nicht mehr wegzudenken. Die FIFA-Weltrangliste der Frauen rechnet seit ihrer Einführung 2003 nach Elo-Methodik, und seit 2018 tut es die Weltrangliste der Männer in angepasster Form ebenfalls. Lesen wir heute also eine FIFA-Weltrangliste, dann lesen wir die Idee eines Physikprofessors aus Milwaukee.
Jede Mannschaft startet bei uns mit einem Rating von 1500 Punkten, dem Durchschnitt, per Definition. Vor dem Anpfiff geben die beiden Ratings ein Versprechen ab. Es lautet, wie viele Punkte das Heimteam aus diesem Spiel im Mittel holen müsste, wenn die Ratings die Wahrheit sagen, wobei ein Sieg als 1 zählt, ein Remis als ½ und eine Niederlage als 0. Die Formel dafür ist Elos berühmte S-Kurve. Ausrechnen muss sie niemand, wir nehmen sie gleich auseinander
und sie hat genau drei Zutaten. ΔR, sprich Delta R, ist schlicht der Rating-Unterschied, Heimteam minus Gastteam. H ist der Heimvorteil in Elo-Punkten, im Klub-Fußball der Männer rund 65. Vertrautes Stadion, eigene Kulisse und keine Anreise sind zusammen etwa so viel wert, gemessen an Hunderttausenden Spielen. Allein der Anpfiff im eigenen Stadion hebt das Versprechen zweier gleich starker Teams damit von 0,50 auf 0,59 Punkte, der Lesbarkeit halber sagen wir ab jetzt 59 Prozent. Die 400 schließlich ist Elos Skalenkonstante aus dem Schach. Sie legt fest, dass bei 400 Punkten Vorsprung die Punkteerwartung des Stärkeren zehnmal so groß ist wie die des Schwächeren, also 91 gegen 9 Prozent. Bei 100 Punkten Vorsprung sind es 64. Die Zahl 400 selbst ist reine Konvention, wie Grad Celsius statt Fahrenheit. Sie macht Elo-Zahlen weltweit vergleichbar.
Beim Heimvorteil steht bewusst „rund“ und keine feste Zahl. Er ist die unbeständigste Größe im ganzen Modell, und was wir darüber herausgefunden haben, steht weiter unten in einem eigenen Abschnitt.
Dann wird gespielt, und die Wirklichkeit stimmt ab. Nach dem Schlusspfiff vergleichen wir das Versprechen mit dem Ergebnis und verschieben beide Ratings. Der eine gewinnt exakt die Punkte, die der andere verliert.
S ist die tatsächliche Punktausbeute (1, ½ oder 0), E die Erwartung von eben, und die Differenz (S − E) ist die Überraschung. Gewinnt der haushohe Favorit, war S − E fast null, und es bewegt sich kaum etwas. Gewinnt der Außenseiter, schlägt die Überraschung voll durch. K = 40 ist die Lernrate. Sie bestimmt, wie kräftig ein einzelnes Spiel am Rating zieht, und wir haben sie an unseren Daten getestet. Groß genug, um einen echten Formwandel binnen weniger Wochen einzufangen. Klein genug, um nicht nach jedem glücklichen Abstauber in Panik zu verfallen. Die 40 gilt für den Klub-Fußball der Männer. Unsere drei anderen Rechenräume, dazu gleich mehr, lernen mit K = 50 etwas schneller, jeder mit eigenen, an den eigenen Ergebnissen geprüften Einstellungen.
Bleibt G, der Faktor für die Höhe des Sieges, denn ein 7:1 sagt mehr über zwei Mannschaften als ein 1:0 in der Nachspielzeit.
Auch hier ist jede Zutat erklärbar. d ist die Tordifferenz. Das ln in der Formel, der Logarithmus, ist eine Rechenfunktion, die große Zahlen staucht, und genau das soll sie hier tun. Der Sprung von 1:0 auf 3:0 zählt deutlich, der von 5:0 auf 7:0 kaum noch. Bei einem Remis setzen wir G schlicht auf 1, sonst stünde die Rechnung still. Der zweite Teil der Formel dämpft erwartbare Kantersiege. ΔRSieger ist der Rating-Vorsprung des Siegers samt Heimbonus, die 0,001 rechnet Elo-Punkte in die Formelskala um, und die 2,2 legt fest, wie stark der Favoritenstatus dämpft. Bei null Vorsprung ist dieser Dämpfungsteil genau 1, siegt ein Team mit 1000 Punkten Vorsprung, schrumpft er auf rund 0,69. Ein hoher Sieg des Favoriten bläht sein Rating also nicht künstlich auf. Und mit allem zusammen, schlägt ein 1500er-Team daheim einen 1600er-Gast mit 2:0, wandern rund 25 Punkte auf einen Schlag. Diese Abrechnung läuft für jedes unserer über 1,09 Millionen Spiele, in strenger zeitlicher Reihenfolge, Tag für Tag aufs Neue.
Hinter jeder 11Metrik-Prognose steht ein selbst berechnetes Stärke-Rating für jede Mannschaft, gespeist aus über 1,09 Millionen ausgewerteten Spielen in 838 Wettbewerben aus 79 Ländern, von der Champions League bis in die zweite Liga Kasachstans, 586 davon Nischenligen. Kein Bauchgefühl, sondern eine nachrechenbare statistische Methode. Jedes Team trägt eine einzige Zahl, seinen Elo Score, die nach jedem Spiel steigt oder fällt. Aus der Differenz zweier Ratings errechnen wir die Wahrscheinlichkeiten für Sieg, Unentschieden und Niederlage. Keine Blackbox, keine Geheimzutat. Wer nachrechnen will, kann das. Auf dieser Seite steht, wie.
Das Besondere an unserem Ansatz ist der Maßstab. Wir rechnen nicht Liga für Liga getrennt, sondern in einem einzigen chronologischen Durchlauf über alle Klub-Spiele weltweit, 18.605 Mannschaften auf einer gemeinsamen Skala, dazu 613 Nationalteams auf einer eigenen. Genau genommen rechnen wir in vier getrennten Räumen, Herren-Klubs, Frauen-Klubs, Herren-Nationalteams und Frauen-Nationalteams, jeder mit eigenen Motor-Einstellungen und einer eigenen Eichung, weil sich diese Welten sportlich nicht mischen. Pokale und Europapokal sind dabei die Brücken zwischen den Ligen. Nur dort treffen die Welten aufeinander, nur dort fließen Punkte über Ligagrenzen.
Eine ehrliche Einschränkung gehört zu dieser Zahl. 9.214 dieser Vereine haben im zurückliegenden Jahr überhaupt gespielt, und 6.827 haben mindestens hundert Partien in unserem Bestand, was wir als belastbar ansehen. Der Rest sind Vereine, die aufgelöst wurden, fusioniert sind oder nur kurz in unseren Daten auftauchen. Wir führen sie weiter, weil sie zur Geschichte der Ligen gehören, aber wir würden auf ihre Ratings nichts geben.
Der Frauenfußball bekommt einen komplett eigenen Rechenraum mit 1.095 Klubs und 442 Nationalteams. Zwischen Frauen- und Männerteams gibt es schlicht keine Pflichtspiele, die beide Skalen verbinden könnten. Eine gemeinsame Zahl wäre deshalb keine Messung, sondern eine Behauptung. Intern verbrückt die Champions League der Frauen den Rechenraum, und für 19 Frauenligen schätzen wir inzwischen einen eigenen Stärke-Aufschlag.
Brücken sind allerdings schmal. Ein Team, das sein Rating fast nur im Kreislauf der eigenen Liga gesammelt hat, lässt sich mit einer fremden Liga nur so gut vergleichen, wie es Brückenspiele gibt. Von allen Partien in unserem Bestand führen nur rund viereinhalb Prozent über eine Ligagrenze hinweg. Genau diese knapp 49.000 Spiele sind die einzige Quelle, aus der sich überhaupt ablesen lässt, wie zwei Ligen zueinander stehen. Aus ihnen schätzen wir für 398 Ligen einen eigenen Stärke-Auf- oder -Abschlag. Pokalduelle liefern sie, Europapokalabende, vor allem aber Auf- und Absteiger, die ihr Rating wie einen Koffer über die Ligagrenze tragen. Die Korrektur reicht von rund minus 430 bis plus 420 Punkten, von Weißrusslands zweiter Division bis zur spanischen La Liga, und sie wird vor jeder Prognose auf das Roh-Rating addiert. Sie wirkt nur, wenn beide Mannschaften einer Liga zugeordnet sind, denn sie misst einen Abstand. Und die Zuordnung kennt auch den Spielplan. Ein Aufsteiger wird damit vom ersten angesetzten Spiel an in seiner neuen Liga gerechnet, ohne dass dafür ein Blick in Ergebnisse der Zukunft nötig wäre.
Und trotzdem bleibt Demut. Bei Duellen über Ligagrenzen ist jedes Modell, das nur aus Ergebnissen lernt, strukturell auf dünnem Eis, und unsere Unsicherheits-Anzeige zeigt solche Partien grundsätzlich mit Warnfarbe. Wie wir damit umgehen, hat sich zuletzt geändert, und die Geschichte dazu steht im übernächsten Abschnitt.
Viele Systeme ziehen die Ratings zum Saisonwechsel ein Stück Richtung Mitte zurück, weil sich Kader ändern. Wir tun das an manchen Stellen und an anderen nicht, und der Unterschied ist aufschlussreich.
Auf der großen, weltweiten Skala verzichten wir darauf. Wir haben es ausprobiert, und die Prognosen wurden schlechter, weil echtes Langzeitwissen über Bord ging. Ein überschätztes Team verliert seine Punkte dort auf dem Platz, nicht am Schreibtisch.
Rechnen wir dagegen eine einzelne Liga für sich, kehrt sich das Ergebnis um. Dann hilft die Rückführung, und zwar deutlich. Der Grund liegt auf der Hand, sobald man ihn einmal gesehen hat. Eine einzelne Liga ist ein kleiner, geschlossener Kreis, den Auf- und Absteiger jedes Jahr kräftig durchmischen. Wer aufsteigt, trifft auf lauter neue Gegner, und was sein Rating über die alte Liga aussagte, ist nur noch begrenzt gültig. Auf der Weltskala verschwindet dieser Effekt, weil die Mannschaft dort dieselbe bleibt, egal in welcher Liga sie antritt.
Wir haben beides gegen die tatsächlichen Ergebnisse geprüft und benutzen jeweils die Variante, die gewinnt. Bei den Frauen-Klubs führen wir eine kleine Rückführung, weil die Kader dort schneller wechseln, und die Prüfung an den Ergebnissen bestätigt diese Wahl.
An dieser Stelle drängt sich eine Frage auf, die wir uns selbst gestellt haben. Elo-Ranglisten für Fußball gibt es im Netz zuhauf, manche davon sehr gut und kostenlos. Warum baut man so etwas noch einmal?
Die ehrliche Antwort beginnt mit einem Eingeständnis. Es stimmt nicht, dass niemand sonst diese Vereine bewertet. Wer heute wissen will, wie stark eine Mannschaft aus der zweiten schwedischen Division oder aus der chinesischen League Two ungefähr ist, findet das mit einem Klick, ohne einen Cent zu zahlen. Es gibt Anbieter, die mehr Vereine führen als wir. Der Satz „das hat noch niemand gemacht“ wäre bequem, und er wäre falsch.
Was diese Ranglisten nicht können, ist die Vergangenheit. Sie zeigen den heutigen Stand, manche noch den der Vorwoche. Was eine Mannschaft im Oktober 2023 wert war, an dem Abend, bevor sie ein bestimmtes Spiel bestritt, steht dort nirgends. Und genau diese Zahl brauchen wir. Denn eine Prognose lässt sich nur dann redlich überprüfen, wenn man sie mit dem Wissen von damals nachstellt und nicht mit dem von heute. Wer das Ergebnis schon kennt, kann jedes Modell gut aussehen lassen.
Deshalb rechnen wir jede Partie seit 2011 noch einmal nach, der Reihe nach, so wie sie gespielt wurde. Über eine Million Begegnungen, eine nach der anderen, und nach jeder einzelnen stehen für beide Mannschaften neue Zahlen fest. Die Rohdaten dazu, Spielpläne und Endstände aus aller Welt, beziehen wir als zahlende Kunden über die Datenschnittstelle von API-Football und speichern sie in einer eigenen Datenbank. Gerechnet, geprüft und verantwortet wird alles bei uns. Das kostet ein paar Sekunden Rechenzeit und liefert dafür etwas, das man nicht kaufen kann. Für jeden Tag der letzten fünfzehn Jahre wissen wir, was wir an diesem Tag gewusst hätten. Wir können unser eigenes Modell also gegen die Wirklichkeit antreten lassen, ohne uns selbst zu betrügen. Das ist der ganze Grund für den Aufwand.
Alle Mannschaften in einem gemeinsamen Topf zu berechnen klingt so, als wäre das Problem damit gelöst. Ist es nicht, und der Grund dafür hat uns selbst überrascht.
Man stelle sich die Fußballwelt als ein Netz vor. Jede Mannschaft ist ein Knoten, jedes Spiel eine Verbindung. Innerhalb einer Liga ist dieses Netz dicht, jeder spielt gegen jeden, oft zweimal. Zwischen zwei Ligen hängt es an ein paar dünnen Fäden. Von über einer Million Partien in unserem Bestand führen rund viereinhalb Prozent über eine Ligagrenze. Die Fußballwelt ist also kein Netz, sondern ein Bündel gut geknüpfter Inseln mit ein paar Seilen dazwischen.
Über solche Seile wandert Information nur langsam. Eine Liga, die selten außerhalb spielt, weiß am Ende einer Saison recht genau, wer intern der Beste ist, aber kaum, wo sie insgesamt steht. Und weil sich innerhalb jeder Liga Siege und Niederlagen ausgleichen müssen, pendelt sich jede Liga um ihren eigenen Mittelwert ein. Der ist überall ungefähr gleich, ganz gleich ob es sich um die spanische Spitzenklasse oder eine Regionalliga handelt.
Das ist der Punkt, an dem ein reines Elo für sich genommen an eine Grenze stößt, und deshalb schätzen wir die Ligastärke ausdrücklich als eigene Größe. Wir nehmen die knapp 49.000 Spiele, die tatsächlich über Ligagrenzen führen, und suchen für jede Liga denjenigen Auf- oder Abschlag, mit dem diese Spiele am besten erklärt sind. Ein Pokalabend, an dem ein Drittligist einen Erstligisten ärgert, ist dabei mehr wert als hundert Partien innerhalb einer Liga, weil nur er etwas über den Abstand zwischen den beiden aussagt.
Wie viel diese Korrektur wert ist, haben wir gemessen. Ohne sie werden die Prognosen auf liga-übergreifenden Partien deutlich schlechter. Sie ist damit einer der wenigen Bausteine, deren Nutzen sich sauber beziffern lässt.
Lange stand an dieser Stelle noch eine zweite Vorsichtsmaßnahme. Wir haben die Rating-Differenz bei solchen Partien zusätzlich gedämpft, in der Annahme, unser Modell sei dort zu selbstsicher. Diese Dämpfung ist seit August 2026 abgeschaltet. Wir haben sie nachgemessen, und sie brachte nichts, was sich von null unterscheiden ließe. Der Fehler saß nicht in der Steigung, sondern an einer ganz anderen Stelle, nämlich im Heimvorteil, und davon handelt der nächste Abschnitt. Weggefallen ist allein das Stauchen der Rating-Differenz. Die beiden anderen Vorsichtsmaßnahmen bleiben, der paarweise Auf- oder Abschlag zwischen den Ligen, von dem eben die Rede war, und ein fester Aufschlag auf die Unsicherheit, der solche Partien in der Anzeige weiter unten grundsätzlich in die Warnfarbe stellt.
Dass es einen Heimvorteil gibt, weiß jedes Kind auf dem Bolzplatz. Wie groß er ist, schien lange eine Zahl zu sein, die man einmal bestimmt und dann stehen lässt. Wir haben ihn über alle Ligen und alle Jahre unseres Bestands ausgemessen, und dabei ist von dieser einen Zahl wenig übrig geblieben.
Erstens streut er zwischen den Ligen erheblich. Von Albanien mit knapp 29 Prozentpunkten Vorteil bis Kuwait mit nicht einmal drei liegen Welten. Eine globale Heimvorteil-Konstante gibt es schlicht nicht, und wer mit einer rechnet, rechnet in der Hälfte der Welt falsch.
Zweitens schrumpft er, und zwar unterschiedlich. In den Topligen brach er im Jahr der Geisterspiele von rund 17 auf 9,5 Prozentpunkte ein und erholte sich danach wieder auf knapp 17. In den Nischenligen fehlt dieser Einbruch, dort ging es stattdessen stufenweise abwärts, von 14 bis 15 Prozentpunkten vor 2018 auf Werte, die seither nie wieder über 12,8 lagen. Wo Publikum bleiben durfte, blieb auch der Vorteil, und genau deshalb halten wir den Rückgang für echt und nicht für einen Effekt geänderter Ligazusammensetzung. Wir haben das eigens geprüft, an einem festen Kern von 44 Ligen, die in jedem Jahr genug Spiele hatten, und der Rückgang bleibt auch dort bestehen.
Drittens, und das ist der überraschendste Befund, ist der Heimvorteil international viel größer als daheim. In den heimischen Ligen liegt er bei rund 13 Prozentpunkten, in internationalen Klubwettbewerben bei gut 20. Auf gleichstarke Paarungen kontrolliert werden daraus 14,7 gegen 21,8. Er hält über alle Konföderationen, in Europa bei 17 bis 19, in der Copa Libertadores bei 26, in Afrika sogar bei 30 bis 37 Prozentpunkten. Die Anreise über einen Kontinent, das fremde Klima, die andere Höhe und ein Publikum, das man so nie erlebt, summieren sich zu etwas, das mit einem Heimspiel in der eigenen Liga wenig zu tun hat.
Bevor wir das geglaubt haben, haben wir uns einen Test ausgedacht, der den Befund hätte umbringen können, und ihn vorher aufgeschrieben. Wenn dieser Effekt wirklich ein Heimvorteil ist, dann muss er dort verschwinden, wo niemand zu Hause ist. Der einzige große Wettbewerb auf neutralem Platz ist die Klub-Weltmeisterschaft. Sie liegt mit 12,5 Prozentpunkten am niedrigsten von allen achtzehn untersuchten Wettbewerben. Der Test ist bestanden, und deshalb rechnen internationale Klubwettbewerbe bei uns seit September 2026 mit einem eigenen Kalibriersatz.
Jetzt kommt die Stelle, an der der Fußball dem Schach davonläuft. Elos Formel liefert eine erwartete Punktzahl, aber der Fußball will drei getrennte Wahrscheinlichkeiten, für Heimsieg, Remis und Auswärtssieg. Und das Unentschieden ist ein eigensinniges Wesen. Es ist bei ausgeglichenen Duellen häufig und bei klaren Favoriten selten, was eine einzelne Erwartungszahl nicht abbilden kann. Unsere Lösung ist eine Übersetzungskurve, die wir an Hunderttausenden echten Spielausgängen geeicht haben. Zuerst wird aus Rating-Differenz und Heimvorteil ein Stärkewert η, sprich Eta,
und dann teilen zwei feste Schwellen, τ1 und τ2, sprich Tau, die η-Achse in drei Zonen. Unten Auswärtssieg, in der Mitte das Remis-Band, oben Heimsieg. Eine sanfte S-Kurve, in der Mathematik schreibt man dafür σ, verwandelt die Zonen in drei Wahrscheinlichkeiten, die sich exakt zu 100 Prozent aufaddieren
Auf unseren Tafeln kürzen wir die drei Ausgänge wie im Fußball üblich mit 1, X und 2 ab. Alle vier Konstanten haben eine greifbare Bedeutung. β ist die Wirkung eines einzelnen Elo-Punkts auf den Stärkewert. 400 Punkte Vorsprung schieben η um gut 2 und machen aus einem ausgeglichenen Spiel einen klaren Favoriten. γH ist der Heimvorteil, wie ihn die Prognosekurve noch einmal aus den Daten lernt, unabhängig vom Lernschritt. Zu Hause spielen hilft, das bestätigt sie. Wie sehr, hängt von der Spielklasse ab, davon gleich mehr. τ1 und τ2 sind die Zonengrenzen, und ihr Abstand ist das Remis-Band. In Zahlen, zwei gleich starke Teams, Heimspiel, ergeben 44 Prozent Sieg, 26 Prozent Remis, 30 Prozent Niederlage. Bei 400 Punkten Vorsprung wird daraus 86 zu 9 zu 5. Das Remis-Band schrumpft, je klarer der Favorit, genau wie auf dem Platz.
Diese vier Konstanten gibt es bei uns nicht einmal, sondern mehrfach. Je einen Satz für Nationalteams, für Frauen-Klubs und für den Klub-Fußball der Männer, und innerhalb der Männer noch einmal getrennt nach Topligen und Nischenligen, seit wir wissen, wie verschieden dort der Heimvorteil ausfällt. Seit September 2026 kommt ein eigener Satz für internationale Klubwettbewerbe dazu. Jeder dieser Sätze ist an den Ergebnissen seines eigenen Bereichs geeicht, und jeder musste sich gegen den gemeinsamen Satz durchsetzen, bevor er scharf geschaltet wurde. Eine Ausnahme gehört ausdrücklich dazugesagt. Länderspiele rechnet die Prognosekurve ohne Heimvorteil. Der Satz für Nationalteams trägt zwar einen geeichten Wert, im Betrieb setzen wir ihn aber nicht ein, denn Länderspiele finden oft auf neutralem Platz statt, und den Austragungsort kennen wir nicht verlässlich. Jede Begegnung zwischen Nationalteams rechnen wir deshalb so, als träfen sich beide auf neutralem Boden. Steht auf einer unserer Tafeln ein Heimspiel einer Nationalmannschaft, dann steckt der Platzvorteil in der Zahl nicht drin, und wir sagen das dort jeweils dazu.
Sagen wir über viele Spiele hinweg 40 Prozent, dann tritt das Ereignis auch in rund 40 Prozent der Fälle ein. Das ist der ganze Anspruch, und er ist messbar. „Geeicht“ heißt genau das. Wir stellen die Konstanten so ein, dass diese Probe über Hunderttausende echte Spielausgänge hinweg aufgeht, an den Ergebnissen selbst, an nichts sonst. Die gemessene mittlere Abweichung liegt bei rund einem halben Prozentpunkt.
Für Fragen wie „treffen beide Teams?“ oder „fallen mehr als 2,5 Tore?“ suchen wir die Torerwartungen beider Seiten, die exakt zu den drei Prozentzahlen des Spielausgangs passen, und rechnen mit ihnen weiter, mit der Poisson-Verteilung, dem Standardwerkzeug der Statistik für seltene Ereignisse. Und Tore sind seltene Ereignisse. Dabei behandeln wir die Tore beider Mannschaften als unabhängig voneinander, so als würfelten beide Angriffe getrennt.
Diese Annahme haben wir überprüft, und die Geschichte dazu erzählen wir hier, weil sie zeigt, wie leicht man sich selbst hereinlegt.
Aufgefallen war uns, dass unser Modell im Frauenfußball „beide treffen“ deutlich überschätzte, um rund elf Prozentpunkte. In den Daten sah es so aus, als hingen die Tore beider Teams dort negativ zusammen, am stärksten in ausgeglichenen Partien. Bei den Männern zeigte dieselbe Prüfung nichts dergleichen. Wir hielten das für einen strukturellen Unterschied zwischen Frauen- und Männerfußball, und wir fanden ihn bemerkenswert genug, um darüber schreiben zu wollen.
Ganz so war es nicht. Ein Teil dessen, was wir gemessen hatten, war ein Kompositionseffekt. Mischt man ungleiche Paarungen mit ausgeglichenen, sieht die Mischung nach einer stärkeren Abhängigkeit zwischen den Toren aus, als in den einzelnen Gruppen steckt. Übrig bleibt eine echte, aber kleine Kopplung. Über 36.528 Endstände seit 2015 senkt sie den Anteil der Spiele, in denen beide Teams treffen, um 3,35 Prozentpunkte. Sie existiert, sie ist klein, und sie trägt keine große Geschichte über den Unterschied zwischen Frauen- und Männerfußball.
Und der Fehler von elf Prozentpunkten? Der war echt, aber er kam überwiegend aus unserer eigenen Rechnung. Er entsteht beim Umrechnen der drei Spielausgangs-Wahrscheinlichkeiten in Torerwartungen, an den Rändern dieser Umkehrung, wo sie zu weit streut. Die Korrekturschicht für den Frauen-Klubfußball bleibt deshalb bestehen, denn sie beseitigt den Fehler nachweislich. Der mittlere Kalibrierfehler sank über drei getrennte Zeitfenster von 0,14 auf Werte zwischen 0,008 und 0,022. Sie tut das allerdings anders, als wir zuerst dachten. Sie hebt kein Niveau an und senkt keines, sie staucht, mit einem festen Punkt bei knapp 39 Prozent. Darunter hebt sie an, darüber senkt sie. Richtig war also die Reparatur, falsch nur die Erklärung, warum es sie brauchte.
Wir schreiben das hierhin, obwohl es unbequem ist. Der Befund war unser bis dahin schönster, wir hatten ihn schon halb für eine Veröffentlichung eingeplant, und drei Prüfrunden später war von ihm ein kleiner Rest übrig. Ein Tormodell, das solche Abhängigkeiten von Grund auf lernt, statt sie aus drei Prozentzahlen zurückzurechnen, steht als nächster Schritt auf unserem Zettel.
Aus jeder Wahrscheinlichkeit folgt unmittelbar eine faire Quote, ihr Kehrwert.
Aus 40 Prozent werden 2,50, aus 80 Prozent 1,25. „Fair“ heißt hier, in dieser Quote steckt nichts außer der Wahrscheinlichkeit selbst. Unsere Balken und unsere fairen Quoten sind also zwei Schreibweisen derselben Aussage. Manche lesen lieber Prozente, manche lieber Quoten.
Ein Rating ist eine Messung, und jede Messung hat einen Fehlerbalken. Das ist Physik, und daran halten wir uns auch beim Fußball. Je weniger Spiele ein Team absolviert hat, desto wackliger ist seine Zahl
mit n als Zahl der Spiele des Teams. Nach 20 Spielen beträgt die Unsicherheit ±70 Punkte, nach 95 Spielen ±35, und unter ±30 fällt sie nie, ganz gleich wie lang die Historie ist, denn völlig sicher ist im Fußball nichts. Die 350 setzt die Grundunsicherheit der Skala, die +5 im Nenner verhindert, dass die Formel bei brandneuen Teams explodiert. Für jede Prognose spielen wir die Rechnung dann zweitausendmal durch, jedes Mal mit leicht verschobenen Ratings innerhalb ihrer Fehlerbalken, ein sogenanntes Monte-Carlo-Verfahren. Streuen die zweitausend Antworten kaum, zeigt die Anzeige Grün. Ab 12 Prozent Streuung Gelb, ab 28 Prozent Rot, gemessen jeweils im Verhältnis zur Prognose selbst. Duelle über Ligagrenzen bekommen zusätzlich einen festen Unsicherheits-Aufschlag und landen damit grundsätzlich in der Warnzone.
Wir sagen bewusst dazu, was diese Farbe misst und was nicht. Sie misst, wie stark eine Prognose schwankt, wenn man die Ratings innerhalb ihrer Fehlerbalken verschiebt. Sie ist damit vor allem ein Maß dafür, wie viel wir über die beteiligten Mannschaften wissen. Sie ist kein Versprechen, dass eine grüne Prognose häufiger zutrifft als eine gelbe. Wir haben das nachgemessen, und ein klarer Unterschied ließ sich nicht zeigen.
Trotzdem ist uns kaum ein Detail dieser Seite wichtiger. Eine Prognose ohne Unsicherheitsangabe ist keine Messung, sondern eine Behauptung. Dass wir die Farbe nicht überinterpretieren, gehört zur selben Haltung.
Es liefert Wahrscheinlichkeiten, keine Gewissheiten. Ein Spiel mit 76 Prozent Heimsieg-Chance geht in etwa einem von vier Fällen anders aus. Das ist kein Fehler des Modells, sondern die Natur des Sports, und ehrlich gesagt der Grund, warum wir ihn lieben. Prüfen lässt sich so ein Modell deshalb nie an einem einzelnen Spiel, sondern nur an vielen. Unsere Bilanz bleibt öffentlich einsehbar, Treffer wie Fehlgriffe.
Und das Modell hat blinde Flecken, die wir kennen und benennen. Es lernt ausschließlich aus Ergebnissen. Von der Verletzung der Torjägerin am Freitag, dem neuen Trainer, der Rotation drei Tage vor dem Pokalfinale weiß es nichts. Genau dafür gibt es bei 11Metrik die Redaktion. Wir recherchieren zu jeder analysierten Partie bis in die Lokalpresse der Originalsprache und stellen die Rechnung des Modells neben das, was sich in Zahlen nicht fassen lässt. Die Maschine liefert das Fundament, der Mensch das Korrektiv.
Die ehrlichste Grenze zum Schluss. Es gibt Partien, bei denen wir wissen, dass unser Modell dünn steht, nämlich dort, wo zwei Mannschaften aus verschiedenen Ligen aufeinandertreffen, zwischen denen es kaum Brückenspiele gibt. Wir haben nachgerechnet, wie viel besser wir dort mit perfektem Wissen über die Ligastärken wären, und die Antwort lautet, spürbar besser, aber fast ausschließlich bei Ligen mit weniger als hundert Brückenspielen. Uns fehlt dort also nicht das bessere Verfahren, uns fehlen Spiele, die noch nicht stattgefunden haben. Das heilt sich langsam von selbst. 2013 hatten 39 Ligen genug Brücken, 2025 waren es 378.
Vor dem Anpfiff arbeiten wir bewusst nur mit dem, was wir flächendeckend und verlässlich messen können, mit Spielergebnissen. Größen wie Expected Goals (xG, ein Maß für die Qualität von Torchancen) oder das Momentum eines Spiels stehen für unsere Vorab-Prognosen nicht in der Breite zur Verfügung, und wir behaupten keine Präzision, die wir nicht haben. Im laufenden Spiel ist das eine andere Geschichte. Dort erproben wir gerade, Chancenqualität und Spielkontrolle live zu lesen und unsere Vorab-Wahrscheinlichkeiten mit dem tatsächlichen Geschehen auf dem Rasen zu aktualisieren. Ehrlicher Stand. Das ist Werkstatt, nicht Schaufenster. Sobald es belastbar funktioniert, steht es zuerst hier.
Ein Modell, das sich ändert, ohne dass die LeserInnen davon erfahren, ist eine Zumutung. Deshalb steht an dieser Stelle, was wir wann geändert haben und was auf dieser Seite deswegen umgeschrieben wurde.
05.08.2026. Die Übersetzungskurve vom Rating zum Spielausgang wird nicht mehr einmal für den gesamten Klub-Fußball geeicht, sondern getrennt nach Spielklasse. Betroffen ist vor allem der Heimvorteil.
06.08.2026. Die zusätzliche Dämpfung der Rating-Differenz bei Duellen über Ligagrenzen ist abgeschaltet. Sie behandelte einen Fehler, der an anderer Stelle saß.
08.09.2026. Internationale Klubwettbewerbe rechnen mit einem eigenen Kalibriersatz.
23.09.2026. Diese Seite ist an drei Stellen präzisiert worden. Beim Heimvorteil steht jetzt, dass die Prognosekurve Länderspiele ohne ihn rechnet. Beim Frauenfußball steht jetzt die gemessene Größe der Kopplung, 3,35 Prozentpunkte, statt der Aussage, es gebe sie nicht. Und bei den Duellen über Ligagrenzen steht jetzt ausdrücklich, welche Vorsichtsmaßnahmen bleiben.
Zum Weiterlesen. A. Elo, „The Rating of Chessplayers, Past and Present“ (Arco, 1978). M. Glickman & A. Jones, „Rating the Chess Rating System“, Chance 12 (1999). L. M. Hvattum & H. Arntzen, „Using ELO ratings for match result prediction in association football“, International Journal of Forecasting 26 (2010), 460–470. World Football Elo Ratings, eloratings.net (seit 1997). FIFA, „Revision of the FIFA World Ranking“ (2018) und „Women’s World Ranking Procedures“ (seit 2003).
Als Abonnent kannst du der Redaktion anstehende Fußball-Begegnungen vorschlagen, die wir analysieren und prognostizieren sollen. Je entlegener die Liga, desto lieber. Für zusätzliche Hinweise auf Rahmenbedingungen, Hintergründe, historische Fun Facts, emotionale Aspekte um die Begegnung etc. sind wir dankbar. Diese Informationen müssen für uns allerdings verifizierbar sein, damit wir über sie seriös berichten können.
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Unsere Prognosen und Auswertungen beruhen auf öffentlich zugänglichen Daten, die lückenhaft, in Teilen widersprüchlich und aus Fremdsprachen übersetzt sein können. Für Richtigkeit und Vollständigkeit können wir daher keine Gewähr übernehmen.
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Stand August 2026
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René Heller, Anschrift und Kontakt siehe .
Drei Unternehmen sind eingebunden, jedes für einen klar umrissenen Teil. Strato liefert die Website aus und betreibt Domains und E-Mail. Hetzner stellt den Server, auf dem unsere Programmierschnittstelle unter api.11metrik.de läuft, also Konten, Abonnement-Status und Formulare. Stripe wickelt die Zahlung ab. Mit allen dreien bestehen Verträge zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, und alle drei verarbeiten innerhalb der Europäischen Union, soweit unten nichts anderes steht.
Die Seiten unter 11metrik.de werden von der STRATO GmbH, Otto-Ostrowski-Straße 7, 10249 Berlin, ausgeliefert. Mit Strato besteht seit dem 22.07.2026 eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 Abs. 3 DSGVO. Die Rechenzentren von Strato stehen in Berlin und Karlsruhe.
Nach dieser Vereinbarung findet die Verarbeitung in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum statt, soweit nicht zur Erbringung der Leistung eine Übermittlung in ein Drittland erforderlich ist. Für diesen Fall sichert Strato zu, die Voraussetzungen der Art. 44 ff. DSGVO einzuhalten. Strato setzt weitere Auftragsverarbeiter ein, einzelne davon außerhalb der Europäischen Union, etwa für die Erkennung von Schadsoftware und für die Archivierung von E-Mail. Für diese gelten die EU-Standarddatenschutzklauseln nach Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO. Die vollständige Liste dieser Unternehmen ist Anlage der Vereinbarung, die technischen und organisatorischen Maßnahmen von Strato sind unter strato.de/agb/tom einsehbar.
Die Website selbst ist eine einzige Datei ohne Nachladen von außen. Schriften, Bilder, Gestaltung und Programm sind eingebettet, es gibt keinen Abruf bei Google Fonts und kein Einbetten fremder Inhalte. Der einzige Verweis nach außen ist der Link auf check-dein-spiel.de im Seitenfuß, und der wird erst durch Deinen Klick aufgerufen.
Alles, was einen Server braucht, läuft getrennt davon unter api.11metrik.de auf einem Server, den wir bei der Hetzner Online GmbH, Industriestraße 25, 91710 Gunzenhausen, gemietet haben. Der Server steht in Nürnberg. Mit Hetzner besteht ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, in dem ausdrücklich vereinbart ist, dass die Verarbeitung ausschließlich in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum stattfindet. Jede Verlagerung in ein Drittland bedarf unserer vorherigen Zustimmung.
Die technischen und organisatorischen Maßnahmen der Hetzner-Standorte wurden von der TÜV Rheinland i-sec GmbH geprüft, zuletzt mit Bericht vom 19. Februar 2026. Hetzner ist seit Oktober 2016 nach ISO/IEC 27001 zertifiziert und hält seit Dezember 2025 ein BSI C5 Typ 2 Testat. Für Betriebssystem, Anwendung, Aktualisierungen, Sicherungen und Zugangsverwaltung auf dem gemieteten Server sind wir selbst verantwortlich, nicht Hetzner.
Bei jedem Abruf fallen technisch bedingt Daten an, die Dein Browser übermittelt. Das sind die IP-Adresse, Datum und Uhrzeit, die abgerufene Adresse, der Verweis, von dem Du kamst, sowie Browser- und Betriebssystemkennung. Wir nutzen diese Daten ausschließlich, um den Betrieb sicherzustellen und Angriffe abzuwehren, nicht um Dich wiederzuerkennen. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO, unser berechtigtes Interesse an einem störungsfreien und sicheren Betrieb.
Auf unserem eigenen Server verkürzen wir die IP-Adresse und löschen die Protokolle spätestens nach sieben Tagen. Für die Protokolle, die bei der Auslieferung der Website auf der Seite von Strato anfallen, liegt die Einstellung nicht bei uns. Strato sagt in der Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung zu, Protokolldateien über Besucher der Website höchstens sieben Tage zu speichern.
Für ein Abonnement legst Du ein Konto an. Wir speichern dazu Deine E-Mail-Adresse, einen Hash Deines Passworts nach dem Verfahren Argon2id, Deine Rolle, das Anlagedatum, den Zeitpunkt des Vertragsschlusses sowie die von Stripe vergebene Kunden- und Abonnementkennung, den Status und das Ende der laufenden Abrechnungsperiode. Dein Passwort selbst kennen wir nicht und können es nicht lesen. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, die Erfüllung des Vertrages.
Für Abonnements nutzen wir Stripe. Vertragspartner für den europäischen Raum ist die Stripe Payments Europe Limited mit Sitz in Dublin, Irland. Ein Teil der Daten wird an die Stripe, Inc. in den Vereinigten Staaten übermittelt.
Der Bezahlvorgang findet vollständig auf einer von Stripe gehosteten Seite statt. Zahlungsdaten wie Kartennummern werden zu keinem Zeitpunkt auf unserem Server verarbeitet oder gespeichert. Auf 11metrik.de ist kein Skript von Stripe eingebunden.
Für die Zahlungsabwicklung in unserem Auftrag ist Stripe Auftragsverarbeiter. Für Betrugsprävention, Geldwäscheprüfung und eigene aufsichtsrechtliche Pflichten handelt Stripe als eigenständiger Verantwortlicher. Es gelten insoweit die Datenschutzhinweise von Stripe. Rechtsgrundlage der Zahlungsabwicklung ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, für die steuerliche Aufbewahrung Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO.
Widerrufst Du Deinen Vertrag, halten wir den Vorgang fest, also Deine E-Mail-Adresse, den Zeitpunkt des Eingangs, den Weg, auf dem die Erklärung kam, ihren Wortlaut, das Datum des Vertragsschlusses und die Kennungen der veranlassten Erstattungen. Dieses Protokoll bleibt auch dann bestehen, wenn Du Dein Konto löschst, denn wir müssen im Streitfall nachweisen können, dass wir fristgerecht erstattet haben. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO für die gesetzliche Pflicht und Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO für die Beweissicherung.
Unsere Domains und das Postfach kontakt@11metrik.de liegen ebenfalls bei der STRATO GmbH. Schreibst Du uns, verarbeiten wir Deine Nachricht und Deine Absenderadresse, um zu antworten. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO bei Anfragen zum Vertrag, sonst Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO, unser Interesse an der Beantwortung Deiner Anfrage.
Wir setzen keine Cookies zur Wiedererkennung und keine Cookies zu Werbezwecken. Beim Anmelden setzt api.11metrik.de ein technisch notwendiges Sitzungs-Cookie, ohne das ein geschützter Bereich nicht funktionieren kann.
Deine Favoriten legt die Seite im lokalen Speicher Deines Browsers ab, damit sie beim nächsten Besuch noch da sind. Diese Angaben verlassen Dein Gerät nicht, solange Du nicht angemeldet bist. Beides dient allein der von Dir ausdrücklich gewünschten Funktion und ist deshalb nach § 25 Abs. 2 Nr. 2 TDDDG einwilligungsfrei. Du kannst den lokalen Speicher jederzeit in den Einstellungen Deines Browsers leeren, dann sind die Favoriten fort.
Wir messen die Nutzung auf unserem eigenen Server unter api.11metrik.de, um zu sehen, welche Analysen gelesen werden und wie die Seite bedient wird. Die Seite meldet dorthin, welche Seite in welcher Sprache wie lange geöffnet war und wie oft dort geklickt wurde. Der Server vermerkt dazu den Zeitpunkt. Dazu kommen einzelne Bedienschritte wie der Wechsel eines Reiters, das Teilen einer Partie oder die Wahl der Sprache. Beim ersten Aufruf übermittelt sie außerdem, von welcher Website Du gekommen bist, und zwar nur deren Domain, etwa instagram.com, oder einen Kampagnenzusatz aus der Adresse wie utm_source.
Wir setzen dafür keine Cookies und legen nichts in Deinem Browser ab. Nur auf unseren eigenen Geräten setzen wir über den Zusatz ?intern=1 einen Vermerk im Browser, damit unsere Besuche getrennt gezählt werden. Aus Deiner IP-Adresse, die wir vorher auf die ersten drei Blöcke kürzen, der Kennung Deines Browsers und einem Zufallswert, der jeden Tag neu entsteht, bildet der Server eine Kurzkennung. Mit ihr zählen wir Besucher je Tag. Die IP-Adresse und die Browserkennung selbst speichern wir nicht. Aus der Browserkennung leiten wir nur ab, ob ein Handy, ein Tablet oder ein anderer Rechner die Seite aufruft und ob es sich um ein automatisiertes Programm handelt. Bei angemeldeten Besuchern prüft der Server nur, ob das Konto zur Redaktion gehört, damit unsere eigenen Besuche getrennt gezählt werden. Mit Deinem Konto verknüpfen wir die Messdaten nicht. Den Zufallswert löschen wir nach acht Tagen. Danach lässt sich die Kurzkennung niemandem mehr zuordnen, die Messdaten sind anonym und dienen nur noch der Statistik.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Unser berechtigtes Interesse liegt darin, das Angebot nach seiner tatsächlichen Nutzung zu verbessern.
Schlägst Du uns eine Partie vor, senden wir Deine Angaben über api.11metrik.de an unser Postfach. Wir verarbeiten dabei Deine Nachricht und, falls Du sie angibst, Deine E-Mail-Adresse für die Antwort. Gegen automatisierte Einsendungen nutzen wir ein verstecktes Feld und eine Begrenzung der Anzahl je Stunde und IP-Adresse. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO.
Die Sprache der Seite richtet sich nach Deiner Auswahl oder nach dem Zusatz ?lang= in der Adresse, etwa in einem geteilten Link. Wir speichern sie nicht in Deinem Browser. Als Teil der Reichweitenmessung geht die gewählte Sprache an unseren Server.
Kontodaten bleiben, solange Dein Konto besteht, und werden mit dessen Löschung entfernt. Das Widerrufs-Protokoll bewahren wir bis zum Ablauf der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren auf. Protokolldateien unseres Servers löschen wir spätestens nach sieben Tagen, für die Protokolle bei Strato gilt dieselbe Frist. Den Zufallswert der Reichweitenmessung löschen wir nach acht Tagen, danach sind die Messdaten anonym. E-Mails bewahren wir so lange auf, wie der Vorgang es erfordert, geschäftliche Korrespondenz im Rahmen der handels- und steuerrechtlichen Fristen.
Du hast das Recht auf Auskunft nach Art. 15 DSGVO, auf Berichtigung nach Art. 16, auf Löschung nach Art. 17, auf Einschränkung der Verarbeitung nach Art. 18, auf Datenübertragbarkeit nach Art. 20 und auf Widerspruch nach Art. 21 DSGVO. Für alles genügt eine formlose Nachricht an kontakt@11metrik.de.
Soweit wir eine Verarbeitung auf Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO stützen, kannst Du ihr aus Gründen widersprechen, die sich aus Deiner besonderen Situation ergeben. Außerdem steht Dir ein Beschwerderecht bei einer Aufsichtsbehörde zu. Für uns zuständig ist die Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen in Hannover.
Die geplante Kommentarfunktion beschreiben wir an dieser Stelle, sobald es sie gibt.
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Stand 28.09.2026
Diese Seite ist aus rechtlichen Gründen nur auf Deutsch verfügbar.
Stand 24.09.2026
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für die Nutzung der Website www.11metrik.de und für alle Verträge über das dort angebotene Abonnement. Anbieter und Dein Vertragspartner ist PD Dr. René Heller, Friedrichstraße 3-4, 37073 Göttingen, erreichbar unter kontakt@11metrik.de (nachfolgend „wir" oder „11Metrik").
(2) Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. Unser Angebot richtet sich an Verbraucher wie an Unternehmer, in jedem Fall aber ausschließlich an Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Mit der Bestellung bestätigst Du Deine Volljährigkeit.
(3) Eigene Geschäftsbedingungen, die Du verwendest, werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, wir stimmen ihnen ausdrücklich in Textform zu.
(4) Vertragssprache ist Deutsch. Übersetzungen redaktioneller Inhalte in andere Sprachen dienen allein der Lesbarkeit. Maßgeblich für den Vertrag sind die deutschen Fassungen dieser AGB und des Bestellvorgangs.
(1) 11Metrik ist ein redaktionell-statistischer Informationsdienst zum Fußball. Wir veröffentlichen zu ausgewählten Begegnungen modellgestützte Wahrscheinlichkeitsrechnungen sowie erzählende Beiträge zu Wettbewerb, Teams und Spielverlauf. Nach dem Abpfiff gleichen wir unsere Einschätzungen mit dem tatsächlichen Ausgang ab und dokumentieren das Ergebnis dauerhaft in einem öffentlich einsehbaren Archiv samt Trefferbilanz und Kalibrierungs-Diagramm.
(2) Wahrscheinlichkeitswerte sind das Ergebnis einer mathematischen Modellrechnung auf der Grundlage historischer Daten. Sie beschreiben, wie häufig ein Ausgang unter vergleichbaren Bedingungen zu erwarten wäre. Sie sagen keinen einzelnen Spielausgang voraus und können das auch nicht. Auch ein Ereignis mit geringer Wahrscheinlichkeit tritt ein, auch ein Ereignis mit hoher Wahrscheinlichkeit bleibt aus. Der Eintritt eines bestimmten Spielausgangs oder einzelner Einschätzungen ist deshalb zu keinem Zeitpunkt Gegenstand unserer Leistung und keine Beschaffenheit, die Du nach diesem Vertrag erwarten kannst. Unsere Leistung besteht in der sorgfältigen Erstellung und Bereitstellung der Analysen selbst.
(3) Eine in der Vergangenheit dokumentierte Trefferbilanz begründet keine Erwartung an künftige Einschätzungen.
(4) Welche Begegnungen wir behandeln, in welcher Zahl und in welchem Rhythmus, liegt in unserem redaktionellen Ermessen. Ein Anspruch auf die Behandlung bestimmter Ligen, Vereine oder einzelner Begegnungen besteht nicht.
(5) Teile des Angebots sind unentgeltlich zugänglich. Die vollständigen Analysen, insbesondere Liga-Kontext, Team-Tiefen, unsere Modellrechnung und die Markt-Diagnose, stehen Abonnenten zur Verfügung (§ 5).
(1) 11Metrik ist kein Anbieter, kein Vermittler und kein Bewerber von Sportwetten oder sonstigem Glücksspiel. Wir nehmen keine Einsätze entgegen, leiten nicht an Wettanbieter weiter und erhalten keine Vergütung von solchen Anbietern.
(2) Unsere Inhalte sind keine Wettempfehlungen und keine Aufforderung, Geld auf Spielausgänge zu setzen. Sie sind auch keine Beratung für den Abschluss von Wett- oder sonstigen Risikogeschäften und ersetzen eine solche Beratung nicht.
(3) Wir behaupten nicht und legen nicht nahe, dass unsere Wahrscheinlichkeitsrechnungen den Quoten oder Preisstellungen kommerzieller Wettanbieter überlegen sind oder sich zur Erzielung von Gewinnen aus Wetten eignen.
(4) Die Nutzung unserer Inhalte als Grundlage für Entscheidungen über den Einsatz von Geld, gleich welcher Art, ist nicht Zweck dieses Vertrages. Triffst Du solche Entscheidungen dennoch, triffst Du sie außerhalb des Vertragszwecks und in alleiniger eigener Verantwortung.
(5) Glücksspiel kann abhängig machen. Hinweise auf kostenlose und anonyme Hilfsangebote findest Du in unserem Impressum.
(1) Die Darstellung des Abonnements auf der Website ist kein bindendes Angebot, sondern lädt Dich ein, selbst ein Angebot abzugeben.
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(4) Den Vertragstext speichern wir nicht in einer für Dich später abrufbaren Form. Diese AGB kannst Du jederzeit auf der Website abrufen und speichern. Die Einzelheiten Deiner Bestellung erhältst Du mit der Bestätigung in Textform.
(1) Mit dem Abonnement erhältst Du für die Dauer des Vertrages Zugang zu den vollständigen Analysen der behandelten Begegnungen einschließlich der während der Vertragslaufzeit neu erscheinenden Analysen. § 2 Abs. 4 bleibt unberührt.
(2) Die Bereitstellung erfolgt ausschließlich digital über die Website, abrufbar mit einem üblichen, aktuellen Browser über eine Internetverbindung. Eine körperliche Lieferung findet nicht statt.
(3) Wir stellen die Inhalte während der Vertragslaufzeit fortlaufend bereit. Kurzzeitige Unterbrechungen durch Wartung, Aktualisierungen oder Störungen außerhalb unseres Einflussbereichs können vorkommen. Deine gesetzlichen Rechte bleiben unberührt.
(4) Wir entwickeln Modell, Darstellung und Funktionsumfang fortlaufend weiter. Änderungen, die über das zur Erhaltung der Vertragsmäßigkeit erforderliche Maß hinausgehen, nehmen wir nur aus triftigem Grund vor, etwa zur Anpassung an eine veränderte technische Umgebung, zur Verbesserung der Methodik oder aus Gründen der Rechtssicherheit, ohne zusätzliche Kosten für Dich und mit klarer Information (§ 327r BGB). Beeinträchtigt eine solche Änderung Deine Zugriffsmöglichkeit oder die Nutzbarkeit des Angebots erheblich, kannst Du den Vertrag nach Maßgabe des § 327r Abs. 3 und 4 BGB unentgeltlich beenden.
(1) Es gilt der im Bestellvorgang ausgewiesene Preis je Abrechnungszeitraum. Als Kleinunternehmer im Sinne des § 19 Abs. 1 UStG berechnen wir keine Umsatzsteuer.
(2) Die Zahlung wird im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum fällig und über den Zahlungsdienstleister Stripe eingezogen. Die verfügbaren Zahlungsarten siehst Du im Bestellvorgang.
(3) Preisänderungen kündigen wir Dir mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform an und weisen dabei deutlich auf den neuen Preis, den Zeitpunkt des Wirksamwerdens und Deine Kündigungsmöglichkeit hin. Der neue Preis gilt erst für Abrechnungszeiträume, die nach dem Wirksamwerden beginnen. Möchtest Du das Abonnement zum geänderten Preis nicht fortführen, kannst Du jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen (§ 7).
(4) Bieten wir das Abonnement mit einer kostenlosen Probewoche an, fällt in den ersten sieben Tagen ab Vertragsschluss kein Entgelt an. Deine Zahlungsdaten hinterlegst Du bereits im Bestellvorgang, damit Du nach der Probewoche nichts nachtragen musst. Läuft die Probewoche ab, geht das Abonnement ohne weiteres Zutun in den kostenpflichtigen Bezug über, sofern Du nicht vorher gekündigt hast. Vor der ersten Abbuchung erinnern wir Dich rechtzeitig in Textform. Eine Kündigung während der Probewoche ist jederzeit möglich und kostenlos, es wird dann nichts abgebucht.
(1) Das Abonnement läuft auf unbestimmte Zeit. Der Abrechnungszeitraum beträgt einen Monat, sofern im Bestellvorgang kein anderer Zeitraum ausgewiesen ist.
(2) Du kannst das Abonnement jederzeit ohne Angabe von Gründen mit Wirkung zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen. Am einfachsten nutzt Du die Schaltfläche „Verträge hier kündigen" im Seitenfuß. Sie führt Dich in die Verwaltung Deines Abonnements bei unserem Zahlungsdienstleister Stripe, wo Du die Kündigung selbst vornehmen kannst. Eine Anmeldung auf 11metrik.de ist dafür nicht nötig, es genügt Deine E-Mail-Adresse. Daneben genügt eine Erklärung in Textform an kontakt@11metrik.de.
(3) Wir können das Abonnement mit einer Frist von zwei Wochen zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen.
(4) Das Recht beider Seiten zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für uns insbesondere vor, wenn Du Deinen Zugang Dritten überlässt oder Inhalte entgegen § 9 verwendest.
(5) Kündigst Du ordentlich, bleibt Dir der Zugang bis zum Ende des bereits bezahlten Abrechnungszeitraums erhalten.
(1) Als Verbraucher hast Du ein gesetzliches Widerrufsrecht von vierzehn Tagen ab Vertragsschluss. Die Einzelheiten, die Widerrufsbelehrung und das Muster-Widerrufsformular findest Du auf der Seite „AGB & Widerruf" sowie im Bestellvorgang.
(2) Damit Dein Zugang sofort beginnen kann, bitten wir Dich im Bestellvorgang um Deine ausdrückliche Zustimmung, dass wir vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Vertragserfüllung beginnen, und um Deine Bestätigung Deiner Kenntnis, dass Dein Widerrufsrecht mit Beginn der Vertragserfüllung erlischt (§ 356 Abs. 5 BGB). Erteilst Du diese Erklärungen nicht, beginnt die Bereitstellung erst nach Ablauf der Widerrufsfrist.
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(1) Für die Bereitstellung des Abonnements als digitales Produkt gelten die gesetzlichen Vorschriften der §§ 327 ff. BGB, einschließlich unserer Pflicht, während der Vertragslaufzeit diejenigen Aktualisierungen bereitzustellen, die für den Erhalt der Vertragsmäßigkeit erforderlich sind.
(2) Zur Klarstellung gilt, dass § 2 die Beschaffenheit unserer Leistung beschreibt. Der Ausgang einer Begegnung und das Eintreffen einzelner Einschätzungen gehören nicht dazu.
(1) Unbeschränkt haften wir für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für die Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz und soweit wir eine Garantie übernommen haben.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haften wir nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, also solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung Du regelmäßig vertrauen darfst. In diesem Fall ist unsere Haftung auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Im Übrigen ist unsere Haftung ausgeschlossen.
(4) Vermögensnachteile aus Geschäften, die Du im Vertrauen auf unsere Inhalte mit Dritten abschließt, insbesondere aus der Teilnahme an Sportwetten oder sonstigem Glücksspiel, sind kein vertragstypischer, vorhersehbarer Schaden im Sinne des Absatzes 2 (§ 3 Abs. 4).
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(1) Wir können diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dafür ein triftiger Grund besteht, etwa eine Änderung der Rechtslage oder der Rechtsprechung, eine Weiterentwicklung des Angebots nach § 5 Abs. 4 oder eine Anpassung der Zahlungsabwicklung, und soweit das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung dadurch nicht zu Deinem Nachteil verschoben wird. Für Preisänderungen gilt allein § 6 Abs. 3.
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Wir sind nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bist Du Verbraucher mit gewöhnlichem Aufenthalt im Ausland, bleiben zwingende Schutzbestimmungen Deines Aufenthaltsstaates unberührt.
(2) Bist Du Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Göttingen ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle einer unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.
Für Verbraucher. Die Belehrung folgt dem gesetzlichen Muster und verwendet deshalb die förmliche Anrede.
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (PD Dr. René Heller, Friedrichstraße 3-4, 37073 Göttingen, Deutschland, E-Mail kontakt@11metrik.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Das Widerrufsrecht erlischt bei einem Vertrag über die Bereitstellung von nicht auf einem körperlichen Datenträger befindlichen digitalen Inhalten auch dann vorzeitig, wenn wir mit der Vertragserfüllung begonnen haben, nachdem Sie ausdrücklich zugestimmt haben, dass wir mit der Vertragserfüllung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnen, und Sie Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie durch Ihre Zustimmung mit Beginn der Vertragserfüllung Ihr Widerrufsrecht verlieren (§ 356 Absatz 5 des Bürgerlichen Gesetzbuchs). Diese Erklärungen fragen wir im Bestellvorgang ab.
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
– An PD Dr. René Heller, Friedrichstraße 3-4, 37073 Göttingen, Deutschland, E-Mail kontakt@11metrik.de
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Stand 21.08.2026